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Jeder kämpft für sich allein

Ein scheidender Steve Ballmer verkündet einen großen Deal für Microsoft: Die Übernahme des Mobiltelefongeschäfts von Nokia.

Wer einen großen, gefährlichen Gegner schlagen will, der braucht starke Freunde oder er muss selbst groß, stark, böse und gemein sein. In guten Zeiten hatte Microsoft viele Freunde – gemeinsam mit starken Partnern hat man den PC als Massenware etabliert, den Unternehmens- wie Consumermarkt dominiert. Jetzt Continue Reading

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Ballmer tritt ab

Mit dem Zeitalter des PCs neigt sich auch die Ära Ballmer bei Microsoft ihrem Ende entgegen. Ende vergangener Woche hat der Manager der lauten Auftritte seinen baldigen Abgang verkündet. Ein gutes Zeichen für die Partner.

Scheinbar ratlos steht Microsoft den Herausforderungen des IT-Marktes gegenüber. Während der Softwarekonzern im Enterprise-Umfeld mit Server- und Virtualisierungs-Produkte Boden gut macht, scheint man im Desktop- und Consumer-Umfeld den Anschluss verloren zu haben. Als Device- und Service-Anbieter hat Ballmer Software-Giganten positioniert und dabei seit Monaten verstärkt den Partnern – vor allem dem wichtigen Ökosystem der Continue Reading

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Alle schauen auf XP – und hoffen

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als Windows XP auf den Markt kam? Damals musste man neue Windows-Versionen zwingend sofort auf dem Rechner haben.

Am 8. April 2014 wird der XP-Support eingestellt. Jetzt hoffen alle auf die Upgrade-Welle.

Eine schöne Geschäftschance für Systemhäuser und ITK-Fachhandel. Haben Sie schon mit Ihren Kunden über XP gesprochen und darüber, dass es neue Windows-Versionen gibt?

Als das Ende von NT absehbar war, hat Microsoft mit Macht versucht, die Nachfolger Continue Reading

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Das Drama geht weiter

Ja, und ich traue mich das kaum sagen, es geht um Dell. Gerade haben wir die aktuelle Folge von Channelcast abgedreht und schon geht es weiter. Michael Dell und Konsortium wollten mehr Geld bieten aber damit eine Änderung der Regeln erkaufen. Das hat der Aufsichtsrat abgelehnt – Carl Icahn klatscht Beifall. Noch ist kein Ende in Sicht.

Was bisher geschah: Unternehmensgründer Dell strebt die Reprivatisierung des Unternehmens an. Gemeinsam mit einem Investorenkonsortium treibt er den Plan voran. Einige große Aktionäre fühlen sich ausgeschlossen und opponieren. Zu denen gesellt sich Großanleger Carl Icahn, der auch Dell-Aktien hält. Die Gruppe will die Reprivatisierung verhindern, das Unternehmen mit einem neuen Management, neuem Aufsichtsrat und neuem Kapital ausstatten und einzelne Teile abspalten und veräußern. Sie werfen Dell Misswirtschaft auf Kosten der Aktionäre vor. Endlich wird es zur Abstimmung der Aktionäre über die Reprivatisierung kommen.

In der letzten Folge erhöhte Dell das Angebot um zehn US-Cent je Aktie. Weil viele Aktionäre noch nicht abgestimmt haben und nicht abgegebene Stimmen als Gegenstimmen zählen, macht Dell die Angebotserhöhung von einer Regeländerung abhängig: Nicht abgegebene Stimmen sollen auch nicht zählen. Icahn schimpft: Dell führt das Unternehmen wie eine Bananenrepublik. Dell wendet sich an die Aktionäre: „Egal wie es ausgeht, ich habe meinen Frieden geschlossen“.

Das allerdings war kein letztes Wort vor der für morgen in Texas geplanten Aktionärsversammlung. Denn gestern antwortete der Aufsichtsrat auf den neuen Vorschlag von Dell und wies diesen zurück. Nachzulesen ist das hier. Gern könne man, sagt Alex J. Mandl, der das Special Committee des Aufsichtsrats leitet, das den Prozess der Reprivatisierung zu überwachen hat, den Abstimmungstermin noch einmal verschieben, damit die Aktionäre über das neue, höhere Angebot nachdenken können. Eine Regeländerung allerdings komme nicht in Frage.

Wir begrüßen diesen Schritt, ließen Icahn und Verbündete verlauten, um Michael Dell erneut zu beschimpfen: Seit seinem Wiedereintritt in das Unternehmen habe sich der Unternehmenswert beinahe halbiert. Es sei Zeit, dass er abtrete und es sei Zeit, das Desaster rund um die Reprivatisierung zu beenden.

Man sollte dem ganzen Prozess überhaupt nicht so viel Aufmerksamkeit schenken, mögen jetzt manche sagen und sich gelangweilt abwenden (oder amüsieren – und ich schreibe das hier ja auch so locker als ginge es um die aktuelle Folge von Dallas). Verdrossen wegsehen allerdings wird dem Vorgang kaum gerecht. Wir haben die einmalige Chance, den Kampf um die Zukunft eines Unternehmens, das unsere Branche sehr stark geprägt hat, aus der Nähe zu beobachten. Es ist interessant, die Mechanismen und Interessen hinter diesem Kampf der Milliardäre zu studieren. Denn sie sagen viel über die Zukunft unserer Branche aus und über die Natur unseres Wirtschaftssystems. Beides sollte für uns von wesentlichem Interesse sein.

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G Data: Horlacher geht, Figge kommt zurück

Überraschend hat es bei Security-Software-Hersteller G Data vergangene Woche eine Änderung im Vorstand gegeben. Wolfgang Horlacher scheidet aus, Unternehmensgründer Kai Figge kehrt nach mehrjähriger Abstinenz ins operative Geschäft zurück.

Etwas länger als ein halbes Jahr war Wolfgang Horlacher Vorstand für Finanzen, Personal und IT bei Antivirenhersteller G Data in Bochum. Turbulent war es im vergangenen Herbst in Bochum zugegangen: Natalya Kaspersky war als Investorin eingestiegen, der langjährige Marketingvorstand Dirk Hochstrate hatte das Unternehmen verlassen, Horlacher war Continue Reading

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